zur Person

Werdegang

Abgeschlossenes Magisterstudium der Neueren und Mittleren Geschichte und Italoromanischen Philologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Seit 1996 arbeite ich (größtenteils leidenschaftlich) als selbständige Historikerin in Nürnberg mit den Arbeitsschwerpunkten auf historischer Frauen- und Geschlechterforschung.

Seit 2007 bin ich wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2014 habe ich mit Unterstützung des Büros für Gender und Diversity der FAU Erlangen-Nürnberg die Tagung „Gender in Geschichtsdidaktik und Geschichtsunterricht – Einig in der Kontroverse?“ organisiert und durchgeführt. Die Tagungsergebnisse wurden in dem Band „Gender in Geschichtsdidaktik und Geschichtsunterricht. Neue Beiträge zu Theorie und Praxis“ 2016 im LIT-Verlag veröffentlicht.

Lange Jahre legte ich den Schwerpunkt meiner Forschungen auf das Spätmittelalter, die Reformation und die beginnende Frühe  Neuzeit.
DSC06346In den letzten Jahren arbeite ich zum 19. und 20. Jahrhundert, schwerpunktmäßig über die Zeit des Nationalsozialismus (Mit-Täterschaft von Frauen, SS-Aufseherinnen, Leni Riefenstahl u.a.) sowie über die Industrialisierung und die Frauenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert. Hierzu befrage ich neben ZeitzeugInnen und Textquellen sowie weitere Überreste der Geschichte, so zum Beispiel zeitgenössische Lieder und Reden, folglich Tondokumente, die einen erweiterten Zugang zur Vergangenheit eröffnen.
Auch die Erinnerungskultur in Deutschland soll unter einer geschlechtergeschichtlichen Perspektive untersucht werden: Spielt das Geschlecht für das öffentliche Gedenken eine Rolle? Der Gang zu Orten des Gedenkens oder die Vermittlung von Geschichte an der historischen Stätte sind dabei wichtige Methoden meiner Arbeit.

Darüberhinaus interessiert mich insbesondere Kunstgeschichte – Kunst als Quelle für historische Rekonstruktion, um anhand der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bilderwelt das damalige Weltbild zu entziffern, die Ängste der ZeitgenossInnen, ihre Hoffnungen und Wünsche.
Bei der zeitgenössischen Kunst von Bildhauerinnen und Malerinnen ist es mehr ein biografischer Zugang den ich verfolge: Welches sind die Voraussetzungen für weibliche Kreativität und Genialität?

In Italien (Mailand) aufgewachsen und mit engen Kontakten dorthin, habe ich 2004/05 ein außerordentlich bereicherndes Forschungsjahr in Venedig eingelegt und mich in die italienische Frauengeschichte eingearbeitet. Da meine Schwester im Sommer 2008 ein Restaurant mit Gästehaus in den Marken eröffnet hat, biete ich wie seit 2004 schon in Venedig nun auch in der Region Marken am Fuße des Apennin Frauenbildungsseminare an. Zudem habe ich mich ganz neu in die römische Geschichte gestürzt: 2013 habe ich meine erste Frauenbildungsreise in Rom durchgeführt, weitere werden folgen.

Die Ankündigung meiner Arbeitsergebnisse und Termine entnehmen Sie bitte dieser homepage.


 Arbeitsbereiche

Meine Arbeit beinhaltet zum einen die wissenschaftliche Erforschung der Frauen- und Geschlechtergeschichte schwerpunktmäßig in der Stadt Nürnberg und der weiteren fränkischen Region sowie die Arbeit mit ZeitzeugInnen (oral history) aus Deutschland und Italien über die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit.

Zum anderen ist meine Aufgabe als Dozentin der Erwachsenenbildung die breite Vermittlung frauen- und geschlechtergeschichtlicher Inhalte und Forschungsergebnisse in Form von Stadtrundgängen, Museums- und Kirchenführungen, Vorträgen, Seminaren, Tagungen, Gesprächskonzerten und Bildungsreisen. Diverse Ausstellungsprojekte sind bereits entstanden sowie Hörspielproduktionen zur Frauengeschichte, multimediale Präsentationen auf CD-ROM und weitere Veröffentlichungen. Ich arbeite mit an wissenschaftlichen Forschungsaufträgen für Museen, Universitäten und Archiven und an medienpädagogischen Projekte.
 
Seit meinem Italienaufenthalt 2004/05 intensiviere ich meine Forschungen über italienische Frauengeschichte, die ich in Form von Bildungsseminaren vor Ort und Vortragsangeboten in Deutschland anbiete.


 Auszeichnungen

Im März 1998 Frauenförderpreis der Stadt Nürnberg für die erfolgreiche Vermittlung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse.

Im Oktober 1998 Argula-von-Grumbach-Preis der Evang. Landeskirche Bayern für den wissenschaftlichen Beitrag über Frauen in der Reformation.

 


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