Industrialisierung

Stadtrundgänge zur Frauengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert

„Schreitet mutig dem Werden einer neuen Zeit entgegen“ 
Die Erste Frauenbewegung in Nürnberg zwischen Kaiserreich und Republik

Bildung und Beruf forderten die einen, Arbeit statt Ausbeutung waren die Themen der anderen Richtung: Die bürgerliche und die proletarische Frauenbewegung waren auch in Nürnberg an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aktiv.

Ihre Vertreterinnen forderten das Frauenwahlrecht und erweiterte Bildungsmöglichkeiten für Mädchen.

Bei einem Stadtspaziergang werden Orte der frauenrechtlerischen und bildungspolitischen Unternehmungen aufgesucht und die bedeutendsten Aktivistinnen vorgestellt, so Helene von Forster, Dr. Dr. (!) Bertha Kipfmüller, Agnes Gerlach oder Helene Grünberg.

 


„Mei Frau hat zum Schuckert nüber müssen“
Industrialisierung und Arbeiterinnengeschichte in der Nürnberger Südstadt

Durch die Industrialisierung dehnte sich Nürnberg weit über die Stadtmauern hinaus in den Süden aus.

Landarbeiterinnen zogen in die Stadt und fanden schlecht bezahlte Arbeit in den neuen Industriebetrieben, so bei Siemens-Schuckert im Zählerwerk. Die „Alte Frauenbewegung“ nahm sich der Probleme alleinstehender Arbeiterinnen an, doch die Arbeiterinnen organisierten sich auch selbst – trotz des frauenfeindlichen Vereinsverbotes, das ihre politische Arbeit von 1850 bis 1908 untersagte. Die Frauenversammlungen in den Südstädter Arbeiterknopen zogen hunderte Zuhörerinnen an.

Industrialisierung, Arbeiterinnenalltag um 1900, proletarische Wohnverhältnisse  und paternalistisches Unternehmertum sind einige Themen, die hier angesprochen werden.