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„Sie haben meine Seele verbrannt“ (Hertha Nathorff). Verfolgte Schriftstellerinnen und die Bücherverbrennung von 1933

Februar 22 @ 19:00

Verfolgte Schriftstellerinnen und die Bücherverbrennung von 1933
Vortrag mit Lesung
Nadja Bennewitz, Historikerin M.A.

Schriftstellerinnen, Lyrikerinnen, Essayistinnen – in dem frauenfeindlichen Weltbild der Nationalsozialisten kamen solche Frauen nicht vor. Gleichwohl wurden viele ihrer Bücher verbrannt, vor allem die ihrer Gegnerinnen, so die politischen Schriften der Sozialdemokratin Juchacz oder der Kommunistin Luxemburg. Die belletristischen Werke vieler Autorinnen, die vom Typus der „Neuen Frau“ schrieben und auf dem Buchmarkt der 1920/30er Jahre Erfolge feierten, wurden von den Nazis abfällig als „Asphaltliteratur“ diffamiert und fielen unter das „Buchverbot“, davon betroffen u.a. Irmgard Keun. Viele Schriftstellerinnen wagten gezwungenermaßen den Schritt ins Exil, wie Anna Seghers, Erika Mann oder Else Lasker-Schüler, andere wurden ermordet, wie die Dichterin Gertrud Kolmar 1943 in Auschwitz.

„Brot ist ja wie Sprache: einmalig“ (Anna Seghers): Die Werke dieser schreibenden Frauen besitzen noch heute eine faszinierende sprachliche Ausdruckskraft sowie einen hohen Aussagewert für die Geschichte von Frauen zwischen Widerstand und Verfolgung.

Termin: 22.02.2018, 19.00h
Veranstaltungsort: Buchhandlung Lesezeichen, Königsplatz 29, 91126 Schwabach

Veranstalterin: Evang. Bildungswerk Schwabach, www.ebw-schwabach.de