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„Einen Zipfel der Macht in meiner Hand“ Politik und Frauenbewegung im 20. Jahrhundert

Mai 30 @ 17:00 - 18:30

Schlag auf Schlag hatten sich in der Weimarer Republik brisante Forderungen nach Frauenrechten verwirklichen lassen, doch die NS-Diktatur brachte neben menschlichen Tragödien auch das Ende sämtlicher emanzipatorischer und fortschrittlicher Ideen. 

Erst in der Zeit nach 1945 wurde erneut der Versuch gemacht – freilich nicht ohne Widerstände und Rückschläge – Frauen zu einer mit Männern gleichberechtigten Position in Politik, Gesellschaft und im Arbeitsleben zu verhelfen. Dr. Elisabeth Selbert, die den Artikel 3 im Grundgesetz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ durchsetzte, kam es vor, als habe sie in diesem Moment „einen Zipfel der Macht“ in ihrer Hand gehabt. 

Gleichwohl bewies das Modell der bürgerlichen Kleinfamilie eine zähe Langlebigkeit, wonach Frauen erst ab 1977 ohne Genehmigung ihres Ehemannes eine Arbeit aufnehmen durften. Alter Mief und patriarchale Bevormundung prägten die bundesdeutsche Nachkriegszeit bis zum Aufbruch der 68er-Bewegung und der in Folge eintretenden feministischen Bewegung. 

Diese neue Frauenbewegung übte ohne Zweifel eine starke Wirkung auf Formen des Erziehungswesens, auf Umgangs- und Verhaltensformen, auf die Sprache und auf die Gesetzgebung aus. 

Freuen Sie sich auf eine nahezu atemlose feministische Zeitreise, die sich auch in zeitgenössischen Schlagern, Werbespots und Filmsequenzen widerspiegelt und lebendig wird!

 

Termin: 30.05.2018, 17.00h

Veranstalterin: Augustinum München-Neufriedenheim

Veranstaltungsort: Stiftsbogen 74, 81375 München

Details

Datum:
Mai 30
Zeit:
17:00 - 18:30

Veranstaltungsort

Augustinum München
Stiftsbogen 74
München, 81375
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